(alle Fotos: Pressematerial der Festspiele Hanau)

Hase und Igel auf den Hanauer Festspielen

Von Katharina und Elina

Die beiden josefine-Redakteurinnen Katharina und Elina haben das Stück "Hase und Igel" auf den Festspielen Hanau besucht. Ihr Urteil: empfehlenswert, und es gibt noch einige Vorstellungen bis Ende Juli.

Im Wiesenthal, welches ein verstecktes, „Dorf“ mit kleinen Tieren als Bewohner ist, wohnt der Igel Thaddäus, der gerne ein Erfinder wäre. Gerade hat er wieder eine neue Erfindung gebaut und möchte sie den Bewohnern von Wiesenthal und seinen Freunden präsentieren. Thaddäus hat vor mit Konrad Lampe, dem Hasen, der der 1. Vorsitzende des Wiesenthals ist, zu sprechen, um ihm seine neueste Erfindung zu zeigen. Er fragt Clementine (ausgesprochen Clementin), die die Sekretärin vom Vorstand des Wiesenthals ist, ob er zu Konrad könne. Als der Hase aber kommt verspottet Thaddäus ihn, da seine Erfindung schief geht. Alle stehen auf der Seite von Konrad, außer Clementine und die freunde von Thaddäus, Gloria Grün und Mo Buddler, die zu dritt den „Club der Loser“ gegründet haben. Thaddäus Krumbein fordert Konrad Lampe zu einem Wettlauf auf und wer gewinnt, soll der neue 1. Vorsitzender sein.

Der Igel fängt mit Hilfe seiner Freunde an intensiv zu trainieren. Thaddäus gibt den Mut nicht auf, aber seine Freunde fangen mit der Zeit an zu glauben, dass es nicht funktioniert. Beim Trainieren findet der Maulwurf Mo einen versteckten Tunnel nach „draußen“, also außerhalb der Hecke. Sie gehen hindurch, doch Gloria und Mo bekommen Angst und gehen wieder zurück ins Wiesenthal. Thaddäus bleibt aber dort und trifft auf Reinike den Fuchs, welcher in eine Falle gelaufen ist. Er versucht Thaddäus dazu zu bringen, ihm zu helfen und schafft es auch. Mitten im Gespräch der beiden wird Thaddäus von dem Dachs, Grimbart gerettet. Grimbart, von dem man dachte, er sei gestorben, erzählt ihm die ganze Wahrheit, wie Reinike ihn nur verletzt hat und er fliehen konnte.

Zur gleichen Zeit wird Clementine vom Hasen und Adelheid Schnatter, der Reporterin, gemobbt. Als Thaddäus wieder zuhause im Wiesental ist erzählt er von dem Tunnel. Aber niemand glaubt ihm. Thaddäus geht wieder zum Fuchs und spricht mit ihm wegen des Wettlaufs und der Fuchs rät ihm, Clementine zu überreden sich als Thaddäus zu verkleiden. Als Thaddäus zurück kommt, beginnt der Wettlauf und Konrad Lampe wird von Thaddäus und Clementine ausgetrickst. Nun ist Thaddäus 1. Vorsitzender und ihm steigt der Ruhm zu Kopf und er vernachlässigt seine Freunde.

Thaddäus geht mit Clementine in ein teures Restaurant essen. Clementine versucht Thaddäus zu erklären dass sie stört, wie sehr Thaddäus der Ruhm zu Kopf gestiegen ist, und die beiden fangen an zu streiten. Etwas später rutscht ihr vor Adelheid Schnatter heraus, dass sie geschummelt haben. Thaddäus bekommt ein Gespräch zwischen Maus Winfrid van Piep, welche die 2. Vorsitzende ist, und dem Fuchs mit, dass sie den Dachs loswerden wollte. Als Thaddäus das hört, bekommt er einen Schreck und wird entdeckt. Die Maus sagt noch zum Fuchs, dass sein Essen im Schutzbau hergerichtet wird. Und dann läutet Thaddäus die Alarmglocke und die Maus tut so, als wäre sie unschuldig und als würde der Fuchs kommen, obwohl der verschwunden ist.

Die Maus fordert alle auf in den Schutzbau zu gehen, hält dort aber nur alle als Essen für den Fuchs gefangen. Der Dachs Grimbart kommt zu Thaddäus und spricht mit ihm. Thaddäus fängt an zu jammern, dass er es nicht geschafft hat seine Freunde zu retten. Dann holt Grimbart eine alte Erfindung von Thaddäus raus und sie fangen an zu kämpfen und es kommt heraus, dass Reinike Grimbart gebissen hat. Grimbart stirbt vor Thaddäus Augen. Thaddäus gibt nicht auf seine Freunde zu retten und nimmt sich vor, nicht mehr wegzulaufen. Der Fuchs kommt und Thaddäus fliegt mit seinem Tutafluma weg und versucht den Fuchs auszutricksen, was vorerst auch funktioniert, aber der Fuchs ist schlau und fängt Thaddäus. Dann öffnet sich auf einmal die Tür des Schutzbaus und Reinike Fuchs wird von Mo zu Boden geschlagen. Der Dachs Grimbart kommt wieder ("Tot geglaubte leben länger"). Reinike Fuchs ist sauer auf die Maus und verfolgt sie. Winnifred sagt, dass er doch nicht satt werde von einer kleinen Maus. Reinike treibt sie in den Tunnel, um sie zu fressen Der 1. Vorsitzende Hase entschuldigt sich bei allen, dass er, darüber gelogen hat wie er damals alle vor dem Fuchs gerettet hat, obwohl es eigentlich der Dachs war, da er nur deswegen der 1. Vorsitzende geworden ist. Und sie sind alle wieder Freunde. Die anderen verzeihen ihn. Sie umarmen sich alle und sind glücklich. Sie singen ihr Lied „aufgewacht“ und alles ist wieder gut. Zujm Abschied reiben Thaddäus und Clementine ihre Nasen aneinander.

Das Märchen war witzig und richtig schön gemacht, da in auf der Bühne viel und live und gut gesungen wurde. Schön war auch das Happy End für die Zuschauer. Die Kostüme waren sehr kreativ gestaltet und es war gut zu erkennen, wer welches Tier darstellen sollte. Die gesprochenen Texte waren für Kinder ab etwa 9 Jahren sicher gut verständlich. Für jüngere Kinder dauert das Stück aber etwas zu lang. Das Ende der Aufführung war besonders großartig und überraschend, da der Dachs doch noch am Leben war. Von uns gibt es für das Stück eine klare "Empfehlung".






Noch anstehende Spieltage:
Mi. 12.07. 19.30 Uhr
So. 16.07 18.30 Uhr
Di. 18.07. 15.00 Uhr
Mi. 26.07. 15.00 Uhr
Mi. 26.07. 20.30 Uhr
So. 30.07. 14.00 Uhr
So. 30.07. 18.30 Uhr

Darsteller:
Thaddäus Krumbein Igel 🦔(Fabian Baecker)
Konrad Lampe, Hase 🐰 (Maximilian Gerlinger)
Clementine, Igelin 🦔 (Elena Berthold)
Winifred van piep, Maus 🐭 (Barbara Bach)
Reinike, Fuchs 🦊 / Kowalski Schnecke 🐌 (Dominik Penschek)
Gloria Grün, Kröte 🐸 (Victoria Grace Findlay)
Mo, Maulwurf (Benedikt Selzner)
Grimbart, Dachs 🦡 / Henri Noisette, Eichhörnchen 🐿️ (Detlev Nyga)
Adelheid Schnatter, Gans 🪿 (Sophie Göbel)